Nein, das ist nicht „hacken“. Das ist nur HTML.

Wie „Technik für Nicht-Techies“ spielerisch die Sprachbarriere zwischen Business und Technik überwindet.

Von Michael Lemler

Technik für nicht-Techies | Unterschied & Macher

Eine andere Sprache sprechen und es nicht mal merken? Was uns auf Reisen nie passieren würde, ist in (teil-)agilen Teams oft Alltag. Denn während wir alle unsere digitalen Projekte vorantreiben wollen, reden Teams aneinander vorbei. Und das jeden Tag.

 

Das muss nicht sein, finden wir. Und haben deshalb „Technik für nicht-Techies“ ins Leben gerufen. Entstanden ist dabei eine spielerische und praxisnahe Weiterbildung, die nicht nur ein Projektteam unseres Kunden beschleunigt hat.

Der agile Traum und seine alptraumhafte Umsetzung im Projektalltag

Man möchte ja so gerne das aktuelle Projekt in seinem großen Unternehmen agil durchführen. Die Kollegen haben schon die Scrum Fortbildung gemacht. Der andere hat mal eine SAFe-Schulung mitgenommen. Und zwei wurden sogar aus Teams rekrutiert, die schon Praxiserfahrung mit dem Thema Kanban haben.

Aber irgendwie laufen die Plannings nicht so. Der Sprint fühlt sich nicht immer so dynamisch an.

 

Das Ganze gipfelt in der Review. Diese besteht nämlich aus zwei Teilen: der diskussionsintensive Teil, in dem die Business-Seite mit den Konzepterinnen ins Detail schaut und eifrig über die schön gestaltete Nutzeroberfläche schaut.

Und dann gibt’s da noch den eher trägen Teil, in dem die neusten Erfolge in der technischen Infrastruktur präsentiert werden – und man bei den Business Stakeholdern in leere Gesichter blickt. 

 

Agil sollte doch dazu da sein, dass wir zusammen an einem Tisch intensiv über das Produkt diskutieren und Ideen und Ansätze auf Augenhöhe diskutieren können, oder? 

"Blackbox Technik"

Oft geschieht diese Situation nicht aus Desinteresse, sondern aus einem einfachen Problem: Technik ist in fachlich getriebenen Projektteams nach wie vor diese mysteriöse Box. Diese Sprache, die nur ein paar wenige sprechen und unter sich kommunizieren können. Mit ihr gehen Rituale einher, besondere Begriffe und Fragestellungen. 

 

Die oben geschriebene Meeting-Situation ist für alle Beteiligten eine deprimierende Sache. 

Die Personen mit fachlichem Fokus denken sich „oh Mann, ich versteh da gar nichts. Aber mir jetzt die Blöße geben und Fragen? Lieber nicht… ich nicke einfach mal.“ 

 

Die Personen, die ihr ganzes Können in die Umsetzung der technischen Anforderungen gesteckt haben, wundern sich währenddessen, dass niemand etwas fragt. Und sind auch ein bisschen enttäuscht, dass niemand sich mit ihnen über die Spitzfindigkeiten des Lösungsansatzes austauschen möchte. Schließlich könnte man daraus noch Potenzial generieren, oder? 

 

Das Problem beruht auf einer ganz einfachen Wahrheit. Wir alle sehen die Welt durch unsere Brille. Was zuerst einmal nicht schlimm ist. Was aber, wenn die Wahrnehmung so weit auseinander geht, dass Projekte nicht oder nur schwer realisiert werden können?

Eine gemeinsame Sprache finden, indem man gemeinsam macht

Zurück also zu unserem Format: Technik für nicht-Techies (TfnT). Zuerst wurde es als internes Vorhaben bei UuM von einem unserer Kollegen aus der Entwicklung initiiert. 

Die Idee: Bei Pizza und guter Gesellschaft einfach mal eine kleine Website bauen – ohne Druck, ohne hämische Kommentare und so spielerisch in die Praxis einsteigen.

 

Das Ganze kam in allen Disziplinen so gut an, dass wir die Session dann mit einem Team unserer Kunden erneut durchgeführt haben. Das hat am Ende dazu beigetragen, dass die Projekttermine produktiver wurden und das Team beim Kunden besser auf Augenhöhe kommunizieren konnte. 

 

Auf dem "Stundenplan" der TfnT-Session standen zwei wesentliche Elemente, die es braucht um den Entwickleralltag praktisch zu verstehen.

Episode 1 – der Workflow des Entwicklers

Der Workflow des Entwicklers bei Technik für nicht-Techies | Unterschied & Macher

Deployen, bauen, pushen, einchecken, TomCat, Jenkins, RhodeCode, … HÄ??!?

 

In Episode 1 ging es vor allem darum, den Workflow und die Begriffe zu verstehen, die im Entwicklungsalltag gebräuchlich sind. Oder anders gesagt: Wie wird aus dem Code auf dem Rechner des Entwicklers eigentlich das sichtbare Ergebnis?

Episode 2 – die eigene (statische) Website

eine eigene Website bauen bei Technik für nicht-Techies | Unterschied & Macher

Texteditor und einen Browser – mehr braucht‘s nicht für eine erste eigene Website! 

 

Im „Pair Programming“-Style wurde dann mithilfe von HTML, CSS und Javascript eine einfache Seite gebastelt. Inklusive aller Erfolgserlebnisse und Frustmomente, die man dabei eben so erlebt. 

 

Neben den „Auslieferungsergebnissen“ in Form einer statischen Website entstanden dabei auch allerlei Aha-Erlebnisse. Zum Beispiel, dass man mittels Entwicklerkonsole im Browser ganz schön viel über Websites erfahren kann (und den Code lokal verändern kann – was mit „hacken“ ziemlich wenig zu tun hat).

Das bisschen coden soll schon reichen, um die Agilität zu retten??

Ne, sicherlich nicht! Aber es ist ein erster Schritt, um den Perspektivenwechsel zu starten. TfnT hat bei uns im Team und auch bei unserem Kunden dazu geführt, dass man über Disziplinen hinweg neue Gespräche führen kann. 

 

Das beginnt damit, dass man weniger Scheu davor hat, eine technische Frage zu stellen und endet längst nicht damit, dass ein Techie proaktiver Hilfe anbietet – weil man weiß, dass die andere Person empfänglich für diese Form der Zusammenarbeit ist. 

 

Also ein bisschen, wie wenn man einen Sprachkurs macht, bevor man seinen Urlaub in einem anderen Land verbringt. 


Selbst mal spielerisch starten

Auf diesen Websites kann man spielerisch diverse CSS Konstrukte erkunden und bekommt so eine Idee, mit welchen Aufgabenstellungen sich ein Webentwickler auseinandersetzt.

 

CSS Diner (CSS Selektoren)
Flexbox Froggy (CSS Flexbox)
Grid Garden (CSS Grid)



Lust auf agiles Arbeiten auf Augenhöhe?

Portrait Michael Lemler, Senior Full Stack Developer| Unterschied & Macher

MICHAEL LEMLER, SENIOR DEVELOPER

Meine Leidenschaft? Technische Lösungen ganzheitlich realisieren und das Wissen dazu über andere Disziplinen hinweg zu teilen - frei nach dem Motto "Homines dum docent discunt" (“Die Menschen lernen, indem sie lehren”). 

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remote zusammenarbeiten | Unterschied & Macher

Ist gerade eher schwierig, vorbeizukommen?

Wir wissen, dass momentan äußerst schnelle und pragmatische Lösungen gefragt sind, um auch verteilt zusammen zu arbeiten – das entspricht unserem Mindset.

Also lassen Sie uns doch mal einen virtuellen Kaffee trinken. 

Pizza und Code bei UuM

Coden im Hackathon lernen mit Unterschied & Macher | Unterschied & Macher

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Und löchern Sie unsere Experten gerne mit den technischen Fragen, die Sie schon lange mit sich herumtragen.


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