Ein Hackathon mit vue.js, AWS, Kickern und Konfettiregen. Oder: was man beim Blick über den Tellerrand entdecken kann.

Von Mona Bien

 

„Macher zu sein heißt auszuprobieren und zu lernen, indem man macht.“ Frei nach diesem Motto hat ein Teil des UuM-Teams sich Anfang 2019 zwei Tage lang mit einem Haufen Ideen, ihren Laptops, vielen Snacks und Energiedrinks verkrochen, um eine technische Challenge zu lösen und dabei zu lernen. 

 

Die Challenge: Eine Anwendung zum Begleiten unserer Tischkickerspiele schreiben und zwar mithilfe von vue.js und einer Serverless-Struktur auf Basis von AWS im Backend. 

Am Ende ging es natürlich nicht nur um Technologie, sondern vor allem auch um Perspektivenwechsel außerhalb der regulären Projekte.

Warum den Blick über den Tellerrand wagen?

In Projekten gibt es immer verschiedene Disziplinen, die im Idealfall gemeinsam ein Ziel verfolgen. So oder so sind dabei aber sehr unterschiedliche Mindsets mit an Bord. Um dennoch effektiv zusammenzuarbeiten, ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein und damit zu beschäftigen. Nur so kann man andere Denkweisen, Argumente, aber auch neue Vorgehensweisen und Techniken kennenlernen.

 

Mein Antrieb als UX-lerin am Frontend-Hackathon teilzunehmen war ganz einfach: Ein gutes nutzerorientiertes Produkt ist nur dann möglich, wenn es auch mit technischen Gegebenheiten zusammenpasst und die Kommunikation im Projektteam funktioniert.

 

In diesen zwei Tagen habe ich viel mitgenommen. Einblicke dazu gibt es deshalb nun in diesem Blogartikel - 5 praktische Tipps für den Blick über den Tellerrand inklusive!

5 Tipps für den Blick über den Tellerrand und was ich dabei mitgenommen habe

Der Frontend-Hackathon bei Unterschied & Macher - die Macher in der Diskussion über vue.js, Serverless und AWS

#1 Lass Deine Disziplin an der Tür zurück

 

Aus dem Projektgeschäft ist man es gewohnt, sich in einem Team zusammenzufinden und erst einmal Rollen zu definieren. Im Hackathon kann das hinderlich sein. Mein Tipp deshalb: An der Tür die verinnerlichten Ansprüche und Vorgehensweisen der eigenen Disziplin abgeben.

In meinem Fall habe ich z. B. versucht, nicht auf Gestaltung und Usability zu achten. Vorgehensweisen aus der Entwicklung konnte ich so bewusster aufnehmen. Konkret haben wir z. B. direkt mit einer Aufteilung in Views und Module in der morgendlichen Planung begonnen, anstatt direkt in der Oberflächengestaltung zu denken.

Das war hilfreich als Idee, wie ich im Alltag in der Konzeption schneller in eine Zusammenarbeit mit der Entwicklung einsteigen kann, wenn die Zeit mal sehr knapp ist.

 

#2 Zuhören und Nachfragen

 

In Git einchecken, Dockercontainer hochfahren, Serverless nutzen, Module und Views. Es gibt eine große Menge an Begriffen, die wir uns in unserer eigenen Disziplin aneignen. Teilweise geht es um verwendete Tools, teilweise um Vorgänge. Hier war mein Grundsatz: Genau zuhören und sobald etwas fremd vorkommt, nachhaken!

Als Konzepterin ist es wichtig diese Vokabeln und den Kontext zu verstehen und mitreden zu können. In meiner täglichen Arbeit kann ich außerdem besser einschätzen, wo möglicherweise versteckte Aufwände lauern und kann besser planen.

 

#3 Gemeinsame Sprache entwickeln

 

Wichtiger Punkt, der an den vorangegangenen anknüpft ! Jeder kennt es: Missverständnisse und unnötige Diskussionen sorgen für Frust und Probleme im Projekt. Wer eine gemeinsame Sprache hat, findet schneller Lösungen.

Bei einem Hackathon passiert das ganz nebenbei. Man kommt ins Gespräch und versucht, das eigene Wording mit dem der Entwicklung zusammenzubringen.

Ein willkommener Nebeneffekt: Man baut durch gemeinsames Experimentieren Vertrauen auf – das ist wichtig, um auch mal ehrlich eine Meinung zu teilen, wenn Dinge gerade schwierig sind.

 

#4 Richtig mitmachen

 

Lernen kann man am Besten, wenn man hands-on an einer Aufgabe arbeitet. Der Hackathon bietet genau dafür den perfekten Rahmen. Denn alle arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe und man sieht schnell den Lernfortschritt. Fürs Coden haben wir uns dafür paarweise zusammengetan. So ist genug Raum, um selbst aktiv zu werden, aber auch Fragen zu stellen. Damit es für niemanden langweilig wird, haben wir nach einiger Zeit die Partner gewechselt.

Mein Tipp: Auch wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, einfach direkt einsteigen! So kann man fühlen, wie Hürden überwunden werden und sein Wissen proaktiv teilen. Außerdem macht es einfach eine Menge Spaß, gemeinsam etwas zu entwickeln.

 

#5 Auf neue Impulse achten

 

Bei unserem Frontend-Hackathon war ich ja nicht die Einzige, die viel Neues kennengelernt hat. Mein Tipp daher: Man sollte in einer solchen Situation gezielt darauf achten, was etablierte Techniken und was im Gegensatz dazu eher noch experimentell ausprobiert wird.

Für den Alltag habe ich dadurch gelernt, besser abschätzen zu können was möglich ist, wie kompliziert es ist und welche Restriktionen ggf. vorhanden sind.

Das Ergebnis des Hackathon: das Kickerding!

Nach zwei Tagen hatten wir dann unser Ergebnis aus der Taufe gehoben: „DAS Kickerding“.

„DAS Kickerding“ hat uns nicht nur geholfen, vue.js, Serverless und Arbeitsmethoden zu lernen, sondern hilft uns im Alltag nun am Kickertisch. Wir können damit Spielstände tracken und erfolgreiche Teamkombinationen analysieren.

Mein persönliches Highlight übrigens: Der Konfettiregen mit unterlegtem Applaus für die Gewinner des Kickerspiels!

 

 

Mein Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, den Blick über den Tellerrand zu wagen. Vielen Dank an meine lieben (Entwickler-)Kollegen für diese tolle Zeit im Hackathon und das gemeinsame Lernen!

 

Einen Blick auf "DAS Kickerding" gibt es im Slider hier unten. 

Auch mal mit uns coden & Kickern?