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Der Uum Post-It-Kalender: Upcycling und Inspiration

Da Nachhaltigkeit ein wichtiges und relevantes Thema ist, haben wir in 2019 nicht weggeworfen, sondern ordentlich gesammelt. Und zwar Post-Its aus Workshops, Sprintweeks und anderen Sessions.

Jeden Monat pflückt ein "Macher" eines dieser Post-its vom Kalender, um sich inspirieren zu lassen, Denkanstöße zu sammeln und den Blickwinkel zu ändern.

 

Was dabei rauskommt, lässt sich hier jeden Monat aufs Neue verfolgen. Bottom-up.


Jessica Viebach-Mall, Senior Content Managerin bei Unterschied & Macher
Jessica Viebach-Mall, Senior Content Manager bei UuM
Post-It mit Text: "Wieso nicht einfach alles umschmeißen?!?"
Der Oktober-Impuls

Wieso nicht einfach alles umschmeißen? Ja, warum eigentlich nicht? So wie als Kind, als man vor Wut das Spielbrett mit den Figuren umgeworfen hat, weil man nicht verlieren konnte. Oder als junger Erwachsener, als man kurz vor Studienbeginn, sehr zum Unmut seiner Eltern, doch keine Lust auf BWL hatte und lieber erst einmal um die Welt reisen wollte.

Oder wie dieser Text, dessen erste Fassung ungefähr so lautete:

Du bist mitten in einem Projekt, die Deadline rückt näher. Aber es will und will nicht voran gehen. Du und Dein Team, Ihr dreht Euch gedanklich im Kreis. Keiner hat die zündende Idee, die Euer Projekt wieder voranbringt.


Kommt Dir bekannt vor?
Manchmal gibt es diese Situationen im Leben, wo Du nicht mehr weiterkommst. Nach einem langen Weg mit vielen Kreuzungen und Abzweigungen, hast Du Dich verrannt. Du befindest Dich sprichwörtlich in einer Sackgasse, stehst vor einer geistigen Mauer. Was nun? Du suchst nach einer Lösung, aber irgendwie mag Dir nichts Richtiges einfallen. Keiner Deiner Lösungsansätze scheint auch nur annähernd möglich.


Weißt Du woran das liegt?
Die Sackgasse ist das Problem. Sie ist nach vorn, nach rechts und nach links begrenzt. Der einzige Weg der hinaus führt, ist der Weg zurück. Denn die Sackgasse ist offensichtlich das Ende Deines Lösungsansatzes. Von hier geht es nicht mehr weiter, nur wieder an den Anfang zurück.
Und genau da musst Du jetzt wieder hin: Zurück auf Los!


Jetzt kommt das „Aber“!

Selbst wenn Du wieder am Anfang stehst und neu losmarschieren möchtest, hast Du jedoch ein Problem. Und zwar liegt vor Dir Dein bereits ausgetretener Pfad. Du siehst Deine Spuren im Sand und hast die natürliche Tendenz einfach wieder denselben Weg zu nehmen. Weil Du Dir sagst: dann muss ich nur woanders abbiegen! Statt nach rechts, willst Du an der Kreuzung dann einfach nach links. Aber was, wenn auch dieser Weg in eine Sackgasse führt? Vielleicht weil schon das erste Teilstück Deines Weges in die komplett falsche Richtung ging?


Da hilft nur eins: alles löschen, ausradieren, auf null zurücksetzen, die Spuren verwischen. Dies öffnet den Blick, der vorher durch vorgegebene Wege und Muster verstellt war. Es geht darum eine neue Perspektive einzunehmen.


Daher: ruhig den Mut haben einfach mal alles umzuschmeißen! To start over! Clean slate!
Ein neuer Blick auf die Dinge! Nun hast Du wieder die Möglichkeit in alle Richtungen voranzugehen. Such Dir eine aus!


Ganz nett, oder? Eigentlich war ich sogar recht stolz darauf. Ein guter Text, liest sich flüssig. Aber es blieben Zweifel: Zu esoterisch? Zu belehrend? Nicht inspirierend genug? Dann fiel mein Blick wieder auf die Headline: Wieso nicht einfach alles umschmeißen? Gesagt, getan. Heraus kam dies:

Eine Ode an den Neustart – oder die 4 Vorteile des Scheiterns.


Ein Neustart zwar per se positiv, hat er doch
die negative Konnotation des Scheiterns.
Warum das Wagnis eines neuen Starts, wenn alles perfekt?
Nur wer zu Scheitern bereit, dessen Geist kann fortschreiten.
Wer des Scheiterns gewahr, lernt Ehrlichkeit zu sich selbst.
Gestärkt hervorgeht nur, wer der Anpassung fähig.
Vertraute Muster aufbrechend, den neuen Weg suchen.
Und Erkenntnis gewinnen. Aus dem Warum.
Ob Misserfolg erlitten oder Veränderung wünschend.
Ein Neubeginn der einzige Weg zu gehen, denn
jedem neuen Anfang, jedem Wagnis Neustart
wohnet der Zauber einer neuen Chance inne.


In diesem Sinne: Frohes Scheitern!

Nutzer ist nicht klar, dass er mit Anlegen der Bankverbindung sein Konto verknüpft und Umsätze lädt.
Der September-Impuls
Mona Bien, Senior UX Designer bei UuM
Mona Bien, Senior UX Designer bei UuM

Oh man, das ist doch total klar!! Oder ...?

Was war für dich der letzte Moment, in dem du dir dachtest „Oh man das ist doch eigentlich ganz klar, logisch muss das so sein.“ Für mich persönlich war es erst gestern.

Ich stand an der Kletterwand in der Boulderhalle. Schon 10-mal waren mein Kletterkumpan und ich an derselben Stelle in der Route gescheitert. Um unsere Köpfe schwirrten jede Menge Fragezeichen – „das muss doch gehen, das kann eigentlich nicht schwierig sein. Vielleicht wenn wir rückwärts …“ Aber auch der 11. Versuch brachte keinen Erfolg.

Die Lösung kam dann schließlich von der Seite. Mit einem kurzen „darf ich mal schnell probieren?“, ging ein ca. 11-jähriges Mädchen an uns vorbei und erklomm in Windeseile die Wand.  So einfach. Die Füße an einer anderen Stelle, etwas mehr Druck auf den Beinen, eine beherzte Bewegung. Nachdem wir das sahen, klappte es auch bei uns auf Anhieb. Und prompt standen wir da und wollten uns am liebsten die Hand vor die Stirn schlagen. Es war einfach. Und doch haben wir manchmal schlicht den falschen Blickwinkel. Wir erkennen den Zusammenhang nicht. Wir denken zu kompliziert oder in die falsche Richtung. Was für den einen selbstverständlich ist, ist für den anderen eben überhaupt nicht logisch.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es dem Nutzer mit dem Zettel ähnlich geht. Er hat einen anderen Blickwinkel auf den Prozess. Vielleicht befindet er sich in einem anderen Kontext, hat bisher andere Erfahrungen gemacht oder besitzt ein anderes Hintergrundwissen als derjenige, der diesen Zettel schrieb. Vielleicht würde man selbst, wenn man mit ihm ein Gespräch beginnt, in eine andere Welt eintauchen und die ganze Sache auf einmal anders sehen.

Ich liebe es in einem Gespräch festzustellen, dass man bisher aneinander vorbeigeredet hat. Ab diesem Moment lernt man neue Sichtweisen aber auch etwas über sich selbst und den gegenüber kennen. Es ist spannend und interessant. Nicht immer nimmt man alles auf, oder teilt den Blickwinkel. Aber man versteht und nimmt für sich selbst vielleicht am Ende das mit, was einem hilft beim nächsten Mal die Wand auf Anhieb zu erklettern.

Karina Mecik, Scrum Master bei UuM
Karina Mecik, Scrum Master bei UuM
Der August-Impuls
Der August-Impuls

Fokus – yeah yeah yeah.

In wilderen und eng getakteten Zeiten lohnt es sich, einen Moment innezuhalten.

Einen Moment Zeit für etwas, das man schon lange mal wieder machen wollte. Das Kalenderblatt für den August hat mich genau dazu inspiriert. Und das, obwohl ich zunächst nicht viel mit der Notiz „Finanzen im Blick“ anfangen konnte. Geschweige denn, dass ich wusste wohin mich dieses gemeinsame Innehalten mit den "Finanzen im Blick" führen würde. Nach ein paar Kritzeleien auf einem weißen Blatt Papier fiel mir ein Begriff ein, den ich ganz spannend fand: Fokus.

Einen klaren Fokus kann man in den unterschiedlichsten Situationen haben. Auf detaillierter Ebene kann er bedeuten, sich tiefergehend mit einem Thema zu beschäftigen. Auf anderer Flughöhe kann Fokus Neuordnung bedeuten: z.B. nach einem Blick auf seine bisher gesteckten Ziele, folgt die Anpassung der eigenen Marschrichtung.

Um dies zu tun, braucht man in jedem Fall Zeit – ein Gut, das selten ist. Um so wichtiger, sich dafür Freiräume zu schaffen.

Genau das habe ich getan und mich passend zum Thema mit etwas beschäftigt, dem ich schon länger keine Aufmerksamkeit schenkte. Rausgekommen ist ein kleines Musikstück. Es hat nichts mit Finanzen zu tun, aber vielleicht ertönt es demnächst öfter, wenn es mal wieder heisst: Fokussieren! :)


Der Juli-Impuls
Der Juli-Impuls
Marcus, Kreativdirektor bei UuM & Storyteller
Marcus, Kreativdirektor bei UuM & Storyteller

Ein Video kann dazu beitragen die Welt zu verstehen, das Wesentliche zu erkennen und schöne Momente zu schaffen. Großartig!

Philipp Just – User Experience Consultant & Iron Man
Philipp Just – User Experience Consultant & Iron Man
Der Juni-Impuls
Der Juni-Impuls

Erwartungen & Wünsche

Aktuell scheinen diese beiden Worte so weit auseinanderzuliegen wie zwei Pole. Weit entfernt und doch irgendwie zusammengehörig.

Wir alle wünschen uns Normalität, Gesellschaft, Nähe und vor allem wieder Kontakt zu jenen, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben.
Wir wünschen uns, bei 30 Grad einfach mal schwimmen gehen zu können, oder mit Freunden im Park zu grillen, doch danach sieht es noch nicht wirklich aus.

Doch trotz allem, schaffen wir es, aus der Situation neue Möglichkeiten zu ziehen. Wir telefonieren wieder häufiger, machen Video-Spieleabende, zusammen Sport per Videokonferenz und bringen so die Nähe in unser Leben, die uns an so vielen Ecken fehlt.

Der Mensch ist eben ein Rudeltier
Ich selbst war seit Mitte März nicht mehr im Büro, da ich eine relativ weite Anfahrt habe, und diese mit der Bahn nicht wage. Man vermisst Kollegen, vermisst den geregelten Alltag und umso mehr freue ich mich, wenn wir uns nach Feierabend immer wieder in kleinen Runden treffen und über scheinbar belanglose Dinge sprechen.

 

Am interessantesten finde ich, wie schnell und wie stark sich Erwartungen und Wünsche doch ändern können. Anfang des Jahres haben wir noch groß geträumt, welche Strände wir besuchen. Nach und nach wurden die Träume kleiner und immer realistischer, der aktuellen Lage entsprechend angepasst.

Jeder rätselt und schätzt, wann wir wieder dieses und jenes tun können, doch bei all dem darf man auch nicht übersehen, wie glücklich uns die kleinen Dinge machen.

Wie sehr man es doch genießt, wieder ein Eis zu essen oder einfach mal entspannt mit dem Rad zu fahren. Als passionierter Rennradler begrüße ich es durchaus, dass durch die vielen Menschen, die nun im Homeoffice arbeiten, die Straßen deutlich leerer und sicherer zu befahren sind. Sicherlich entdeckt der ein oder andere sein Fahrrad für sich wieder und erkennt, wie schön es ist, an der frischen Luft 10 Minuten länger zu brauchen, als gestresst im Verkehr den schnellsten Weg mit dem Auto zu finden.

Ich sehe viele Chancen, die sich aus dieser Zeit ergeben. Sei es das Wiederentdecken von manchen Gesellschaftsspielen („Schiffe-versenken“ und „wer bin ich?“ sind der Renner beim wöchentlichen Video-Spieleabend), die Erkenntnis, dass man im Homeoffice doch gut und produktiv arbeiten kann oder auch, dass man kein Fitnessstudio braucht, um sich gesund zu bewegen.
Wünsche können sich ändern und unseren Erwartungen anpassen. Und das sollten sie auch, denn es gibt nichts Schöneres, als ein Wünsch, der dann doch in Erfüllung geht.

Deshalb träumt und wünscht euch was ihr wollt und versucht ab und an auch einen kleinen greifbaren Traum zu leben 😉.


Der Mai-Impuls
Der Mai-Impuls
Anna Scheffold – Product Manager & Sportskanone
Anna Scheffold – Product Manager & Sportskanone

Eine Gedankenreise zum Flughafen. Oder: eine Liebeserklärung an Frankfurt.

„Über den Wolken, ….” klingt direkt in meinem Kopf an, wenn ich diese Zeilen lese. Denn eins ist sicher: Mehr denn je finden Abenteuer zuerst im Kopf statt! Aktuell ist das ja etwas schwierig mit dem Reisen. Also warum nicht einfach im Kopf mal zum Flughafen?

Kommen Sie mit auf eine Gedankenreise - vom Unterschied & Macher Büro auf zum FRAport, nicht nur der größte Deutsche Flughafen sondern der viertgrößte europäische Flughafen. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam unterwegs das ein oder andere erleben und sehen werden in dieser wunderbaren Stadt. 

 

Unsere Reise startet an der Kaffeemaschine in der UuM Küche. Ein paar Kollegen spielen schon wieder Kicker. Ich zieh mir noch den letzten Espresso zur Stärkung und schiebe meinen Laptop in den Rucksack. Auf dem Weg nach draußen ruft noch jemand „viel Spaß“, ein Kollege gibt mir einen High Five und ruft „Tschaka” (you know who you are 😉 ). 

 

In nur 10 Minuten bin ich am Frankfurter Hauptbahnhof. Der Geruch von leckerem Essen liegt in der Luft. Frankfurt ist international im Herzen und es riecht nach den Küchen der Welt. Dort drüben, der Falafelstand. Und die leckeren Brezeln. Und ein Hauch von Thai Curry. Aber mein Blick schweift nach oben. An der beeindruckenden Stahlkonstruktion über den Gleisen des Frankfurter Hauptbahnhofs kann ich mich einfach nicht satt sehen.

Von dort aus geht es mit der Bahn nach Süden. Über den Main, der in der Nachmittagssonne wunderbar glitzert. Ich werfe einen schnellen Blick auf das „Gerippte” - mein persönliches Lieblingshochhaus in Frankfurt, das das einzigartige „Nationalgetränk” perfekt repräsentiert. 

 

Die Bahn taucht in tiefe Wälder - die nehmen schließlich 14 % des Frankfurter Stadtgebiets ein und haben hier einen hohen Stellenwert. Am Dienstag nach Pfingsten feiern wir ihn mit dem „Wäldchestag”, den es seit dem 18. Jahrhundert gibt. Hören Sie schon die laute Musik der vielen Bühnen? Riechen Sie die Grillaromen? Und sehen Sie die bunten Lichter auf dem Wäldchestaggelände, das mitten im Wald liegt?

 

Am Flughafen gehen die Türen zischend auf, wir betreten eine andere Welt. Der Boden ist glatt und staubfrei. Die Luft ist erfüllt von Stimmen der Menschen aller Herren Länder. Eine Familie, die nach Spanien aufbricht, zum Jahresurlaub. Eine Gruppe japanischer Studenten, die auf ihrer Europarundreise nur einen Zwischenstop hier macht. Und dann natürlich die Geschäftsreisenden, die routiniert durch die Sicherheitskontrolle gehen, während sie telefonieren. 

 

Wir gehen durch die Security Checks. Im Duty Free schnell noch dunkle Orangenschokolade mit Nüssen für unterwegs kaufen. Am Gate klappe ich noch ein letztes Mal den Laptop auf und erledige einige ToDos. Die Lautsprecher knacken - „Ready for boarding”.

Die Sonne geht unter, während ich mich einreihe und einsteige. 

 

Und, wohin geht die Reise?


Pia Merbach – Tischkicker-Weltmeisterin und Projekt Managerin
Pia Merbach – Tischkicker-Weltmeisterin und Projekt Managerin
Der April-Impuls
Der April-Impuls

„Wohnen und Pflege im Alter“ – Machen wir uns nichts vor: Altern müssen wir alle!

Das ist keine Frage von früher oder später, denn vom ersten Gänsefüßchen in diesem Text bis zum letzten Punkt bin ich gealtert beim Schreiben. Und Sie beim Lesen. Aber das macht nichts, das ist Bestandteil des biologischen Lebens. Ein Gesetz, das für alle gilt.

 

Die Einen werden älter –  die menschliche Lebenserwartung ist in den letzten beiden Jahrhunderten rund um das Doppelte gestiegen – die Anderen werden quasi unendlich alt, wie eine Quallenart aus der Tiefsee (Turritopsis dorhnii).

 

Zwar scheint das Sozialleben der Familie der Oceaniidae noch nicht ausreichend erforscht, dennoch wage ich die Behauptung, dass bei diesen endlos lebenden Quallen die Fragen nach Altersvorsoge und Pflegeplätzen, Rente und soziale Umstände nicht so stark diskutiert werden, wie beim Menschen. Vermutlich kein Lebewesen sehnt sich so sehr nach einem erfüllten Leben, wie der Homo sapiens (lat. „vernünftiger Mensch“) und hat das Gefühl zu wenig Zeit zu haben.

 

Haben die Menschen früher gearbeitet, bis sie starben, genießen heute immer mehr Menschen den Luxus einer früheren Rente oder Teilrente noch im jungen Alter, doch auch mit 67 Jahren in Rente zu gehen beschert den Menschen dank der modernen Medizin noch viele freie und schöne Jahre, in denen man sich frei entfalten kann. Egal ob eine Weltreise, viel Zeit mit den Enkeln verbringen oder ein neues Hobby starten, die Möglichkeiten scheinen schier unendlich.

Doch irgendwann muss man sich die Fragen stellen, die zeigen, dass anders als das Leben der Qualle oder die Möglichkeiten, die menschliche Jugend endlich ist. Früh sollte man sich mit den Renten- und Pflegesystemen für einen selbst auseinandersetzen und vorausplanen. Hoffentlich reichlich spät kommt jedoch auch die Verantwortung für die Pflege unserer Angehörigen dazu. Wo werden sie wohnen? Wer wird sie pflegen? Und so individuell jeder einzelne auch ist, umso ähnlicher sind wir uns.

 

Menschenbabys sind die wohl hilflosesten neugeborenen Geschöpfe unter den Säugetieren. Unselbstständig, hungrig und ohne soziale Kontakte aufgeschmissen. Und so ähnlich schließt sich der Kreis auch wieder. Im Alter werden wir ebenfalls ein stück weit unselbstständig, können uns eventuell nicht mehr um unsere eigene Nahrung kümmern und sehnen uns so sehr nach sozialen Kontakten.

 

Da stellt sich die Frage, wieso es so selbstverständlich ist, dass wir ein Baby liebkosen und füttern, unsere „Alten“ hingegen kaum anrufen und nur an den Feiertagen mit ihnen gemeinsam essen. Doch der Trend geht wieder hin zum Mehrgenerationenwohnen. Omas und Opas kümmern sich um die Enkel, die Enkel spenden den Großeltern Liebe und Lebensfreude.

 

Und die Eltern? Gefangen zwischen den Wünschen der ewigen Jugend und der ersehnten Rente wollen sie beruflich aufsteigen, Zeit für die Kinder haben und mit 50 wieder in die Disko gehen. Eben so eine richtige „Work-Life-Balance“. Empfiehlt der Arzt dann dem gestressten Patienten, er solle gegen den Stress Abstriche machen, streckt der Patient ihm die Zunge raus und wartet auf das Stäbchen.

 

Im Leben sollte man Prioritäten setzen, doch auch das Leben als solches nicht vergessen. Den Fokus auf die essenziellen Dinge im Leben legen, achtsam durchs Leben gehen, jedoch den Blick immer mal wieder in die Zukunft und die eigene Absicherung werfen.


Der März-Impuls
Der März-Impuls
Esma Kolcak – Ex-Influencerin & Content Queen
Esma Kolcak – Ex-Influencerin & Content Queen

„Rein rechtlich kann ich sie (?) bearbeiten, bis ich sie verschickt habe“.

Bitte was? Dieses Post-It hat mir hundert Fragezeichen in den Kopf gesetzt. Ich musste erst einmal überlegen, was mit dieser Aussage, die völlig aus dem Kontext gerissen vor mir liegt, wohl gemeint war. Aber nicht nur das, sondern auch was ich darunter verstehe und zu welchem Gedankengang es mich inspiriert.
Ich kenne mich mit Recht nicht so gut aus, da ich mich privat nie wirklich damit befassen musste. Ehrlich gesagt finde ich es auch sehr kompliziert, diese ganzen Gesetze und ihre Formulierungen. Trotzdem wäre es von Vorteil, so sehe ich das zumindest, in diesem Bereich etwas Wissen anzueignen. Man weiß nämlich nie, wann man es gebrauchen könnte; auch bei den kleinsten Dingen im Alltag.
Ein kleines Beispiel aus der Praxis: ich hatte neulich etwas aus der Parfümerie gekauft und zu Hause festgestellt, dass das Produkt ziemlich viele Duftstoffe enthält, die meine empfindliche Haut nur reizen würden. Ich wollte es also zurückgeben, schließlich hatte ich es nicht benutzt (selbst da sollte es aber kein Problem sein). Es war also im Originalzustand. Im Laden angekommen sagte man mir jedoch an der Kasse, dass ich nur gegen andere Ware umtauschen könne; sprich ich kriege weder Geld noch einen Gutschein. Ich habe mich sehr darüber geärgert und wollte bei der Wahl des Umtauschprodukts nicht voreilig handeln und habe die Parfümerie verlassen.

Dennoch hat es mich an dem besagten Abend nicht in Ruhe gelassen, also habe ich schnell angefangen im Internet zu recherchieren, wie das denn aussieht mit dem Umtausch bzw. mit der Rückgabe. In diesem Fall also: wie sind meine Rechte als Verbraucher und was schreibt die AGB des Unternehmens vor? Und siehe da – die Auskunft des Mitarbeiters an der Kasse war völlig falsch. Ich habe die Absätze ausgedruckt und markiert und sie am nächsten Tag dem Manager vorgelegt (ich bin da sehr penibel); der mir dann schnell zu verstehen gegeben hat, dass eine Rückgabe gar kein Problem sei und ich natürlich auch mein Geld zurück erhalte. Außerdem hat er sich auch im Namen des Mitarbeiters für die falsche Auskunft entschuldigt.


Ich kann euch sagen: das war ein schönes Gefühl. Sein Recht zu kennen und es auch durchzusetzen im Falle eines Falles. Das war für mich ein kleines Erfolgserlebnis!
In diesem Fall hat mich das Post-It dazu inspiriert, hier mehr zu recherchieren und mich genauer zu informieren; über das Recht und auch Vorgaben bzw. Regelungen. Es ist auch nicht schlimm, Dinge nicht zu wissen. Wir leben in einer Zeit, in der wir uns Informationen auf verschiedenen Wegen beschaffen können, manchmal auch sehr schnell. Dafür bin ich einfach dankbar!


Das Post-It, das mir am Anfang nichts gesagt hat, hat mir letztendlich dann doch so viel vermittelt!


Volker Benders – Coder with Attitude (CWA)
Volker Benders – Coder with Attitude (CWA)
Der Februar-Impuls
Der Februar-Impuls

Kontakt ist wichtig, ja sogar überlebenswichtig! Kommunikation - also Austausch von Gedanken, Ideen und Gefühlen zwischen Menschen - macht uns aus und schafft Nähe. Man trifft sich zu einer bestimmten Zeit an einem Ort um dort miteinander zu kommunizieren.

Dabei ist es relativ unwichtig um welchen Ort es sich handelt: Konferenz, Büro, Kneipe oder die Parkbank um die Ecke.
Es läuft auf den unmittelbaren Austausch zwischen Menschen hinaus.

Kommunikation ist eine extrem komplexe und vielschichtige Angelegenheit.
Sie findet auf ganz verschiedenen Ebenen zeitgleich statt. Da wäre zum einen die gesprochene Sprache. Das "WAS" wir sagen in Kombination mit dem "WIE" wir es sagen.
Zusammen mit Körpersprache, Gestik und Mimik wird daraus das, was wir im allgemeinen unter Kommunikation verstehen.

Grundvorraussetzung für diese inter-personelle Kommunikation ist also das zeitgleiche Erscheinen am selben Ort.

Das Netz ermöglicht uns eine ganz neue Art zu kommunizieren.
Entfernungen spielen keine Rolle mehr - ob man nun mit seiner Schwester im benachbarten Dorf oder mit einem Geschäftspartner am anderen Ende der Welt sprechen möchte, spielt keine Rolle mehr.
Plattformen wie Whatsapp, Instagram, Snapchat oder Facebook (Messenger) machen dieses problemlos möglich.
Manchmal ersetzt das geschriebene Wort die Sprache. Dabei versuchen wir Gefühle durch Smileys oder Emoticons auszudrücken.

Bei der Übertragung eines Gedankens in Schrift fällt es jedoch oftmals schwer, "die richtigen Worte" für eine Idee zu finden. Video-Gespräche wiederum ermöglichen uns die Tonaliät zu erhalten. Meistens sehen wir aber nur einen Ausschnitt des Gegenübers, wodurch uns viele Aspekte der Körpersprache verloren gehen.

Die Unverbindlichkeit der medien-vermittelten Kommunikation ist ein weiteres Problem.
Auf vielen Social Media Plattformen beschränkt sich der Austausch nur noch darauf Kommentare zu bestimmten Themen abzugeben.
In Chats antwortet das Gegenüber plötzlich nicht mehr, da derjenige keine Lust oder Zeit mehr hat.
Die Absage einer Verabredung per Whats App fällt leichter, da man nicht die direkte Reaktion des Anderen befürchten muss.
 
In einem persöhnlichen Gespräch hingegen werden Fragen direkt beantwortet, Aussagen sofort kommentiert und Gefühle unmittelbar zum Ausdruck gebracht. Das Gespräch endet wenn beide Gesprächspartner der Meinung sind, dass alles gesagt ist.

Wer hat sich nicht schon mal gedacht, dass der Anruf der besten Freundin oder des besten Freundes mit einem völlig schief gesungenen "Happy Birthday" tausendmal besser ist als 100 Whats App mit "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag".

Meiner Meinung nach sind die technischen Kommunikations-Hilfsmittel, die über das Internet ermöglicht und bereitgestellt werden eine noch nie dagewesene Bereicherung.
Jedoch ist es wie bei Allem: Die Dosis macht das Gift.

Direkter Austausch und Kontakt sind meiner Meinung nach durch NICHTS zu ersetzen.


Eurer @JavaVolker



Post-It für Januar: Besuch einer Kirche in Liverpool. Was das wohl bedeuten mag?
Der Impuls.
Marcus Goldemann, Kreativ-Direktor bei Unterschied & Macher
Der Januar-Inspirierte (Marcus Goldemann, Kreativdirektor UuM)

Die Gedanken.

Visualisierung des Gedankenprozesses basierend auf dem Januar Post-It

Zusammengefasst & auf den Punkt.

Gelber Pfeil auf gelbem Grund

Interessant. Zunächst einmal stellt sich die Frage bei der ersten Konfrontation mit einem, aus dem Kontext gerissenen Post it – WTF? Interessant wird es, wenn man sich darauf einlässt. Immer mal wieder verstohlen einen Blick auf den Kalender werfend die Gedanken kreisen lassen. Zunächst zaghaft, dann etwas wilder.

 

Ich war überrascht, weil wirklich inspiriert. Den Impuls konnte ich nutzen, nachzudenken. Über Dinge, die mir zumindestens in näherer Zukunft wohl nicht über den Weg gelaufen wären. So habe ich nach ewigen Zeiten die Beatles für mich neu entdeckt, für einen Moment wieder an einen alten verstorbenen Freund gedacht, recherchiert was in St. Peter (schöne Location!) in der nächsten Zeit für Konzerte stattfinden und beschlossen in die Kirche zu gehen. Eine kleine Kirche muss es sein, fernab der Touristen-Attraktionen. Mit wenig Menschen und viel freiem Raum zum Nachdenken.

 

Und dann mal schauen was passiert, wenn die Denkmaschine erneut angeworfen wird.


Wir machen! Legal Tech.

Als Partner von Law Firms und Rechtsabteilungen digitalisieren wir Geschäftsprozesse und realisieren digitale Business-Innovationen, die begeistern. Von der Idee über die technische Implementierung, bis hin zur erfolgreichen Vermarktung.

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