Klischeefrei: Einblicke in Design und Coding beim Boys' & Girls’ Day 2019

Von Francie Kupke

 

Manche Berufe sind "typisch Mädchen", andere sind "typisch Jungs". Ist das echt so? Muss das sein? Bei UuM dürfen wir über eine statistische Besonderheit glücklich sein: Beide Geschlechter sind über alle Disziplinen gleichmäßig verteilt. 

 

Für uns also ein hervorragender Grund, beim diesjährigen „Boys' Day“ und „Girls' Day“ teilzunehmen und zu zeigen, wie die Berufsbilder die angeblich „typisch männlich oder weiblich" sind in der Praxis aussehen - und dass es hier nicht auf das Geschlecht ankommt.

Ein Blick ins Berufsleben der anderen Art

Mit der Idee, Jugendliche zum Perspektivenwechsel zu ermuntern und gängige Rollenklischees zu hinterfragen, findet jährlich der Boys' und Girls' Day statt. Unter dem Motto #Klischeefrei gibt es dabei Einblicke in die Berufswelt jenseits der Vorurteile. Und zwar genau in die Felder, für die Jungen und Mädchen sich nach aktuellen Zahlen eben häufig nicht entscheiden.

 

Bei Unterschied & Macher haben wir gleich zwei Felder, die in diese Sparte gehören.  Laut Statistik entscheiden sich viele Jungs eher für technische Berufe, während Mädchen sich für Kreatives und Design interessieren. Für uns also ein super Anlass mal praktisch zu zeigen und erlebbar zu machen, dass auch Frauen programmieren und auch Männer eine kreative Ader haben. 

 

Los ging es dafür zur Begrüßung mit einem gemeinsamen Warm-up und einer Führung durch das Büro - natürlich mit Einblick in die Agenturwelt und die Grundlagen von selbstorganisierten Teams. Was macht eine Digitalagentur überhaupt? Warum sitzen wir alle in einem großen Raum? Und wie arbeiten wir zusammen?

 

Spannend für uns: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich bewusst für den Tag in einer Digitalagentur entschieden. "Ich habe zuhause schon zwei Bücher über Programmierung und versuche dies parallel über den Laptop zu üben", berichtete eine Teilnehmerin. Die anwesenden Jungs wollten vor allem die kreative Ader, die einige schon durch Interesse an Musik hören und Musik machen haben, weiter erkunden. 

 

Perfekte Voraussetzungen also, um in einen spannenden Tag zu starten!

"Kommunikation ist alles" beim Boys Day bei UuM

Unser Creative Director Marcus Goldemann zeigte am Boys' Day das breite Feld „Design und Kommunikation“ auf. Denn das erstreckt sich von privaten Nachrichten auf WhatsApp und Snapchat bis hin zur Gestaltung von Logos, Werbeplakaten oder das Aufsetzen von ganzen Kampagnen in der klassischen Werbung.
"Am Ende geht es immer darum, eine Geschichte zu erzählen", sagt Marcus. "Das machen Musiker ja auch, wenn sie einen neuen Song schreiben oder sogar Fußballer, die mit ihrem individuellen Torjubel ja eine eigene Art der Emotionalisierung gefunden haben." 
Wie sieht bei der Bandbreite denn der Alltag von einem Creative Director in einer Digitalagentur aus? Um das erlebbar zu machen, gab's direkt ein paar praktische Übungen. 
Nach wie vor sind wir ja große Fans von Papier und Stift. Um zu zeigen, wie man sich damit kreativ ausleben kann, gab Marcus Hilfestellung in Sachen Sketching. Das ließen sich die Teilnehmer nicht zwei mal sagen und griffen fleißig zu den Stiften, um sich an der Wand zu verewigen. 

 

Aber damit nicht genug: Teil des Tages war es auch, immer wieder Bilder zu machen und das dann gemeinsam zu einem Stop Motion Film zu verarbeiten. So wurden interaktiv die Grundlagen von Storytelling geübt aber auch ein Einblick in aktuelle Software gegeben, die man als Designer im Alltag nutzt.

"Technik spielerisch entdecken" beim Girls' Day bei UuM

„Heutzutage haben Schüler täglich mit dem Internet und vielen technologischen Möglichkeiten zu tun. Da ist es hilfreich, über die Techniken dahinter Bescheid zu wissen – und am besten sollte man sehen, wie viel Spaß das machen kann. Außerdem freue ich mich einfach, wenn ich anderen Leuten etwas beibringen kann, so haben ja beide Seiten was davon,“ erzählt Michael Lemler aus dem UuM-Entwicklerteam über seine Motivation, beim Girls' Day den Teilnehmerinnen einen Einblick in die Technik zu geben.

 

Die Idee also: mal schnell eine kleine Website bauen in nur einem Vormittag. Und das ging voll auf: In nur wenigen Stunden bastelten die anwesenden Mädchen eine eigene kleine Website mit HTML und CSS. 

Nachmittags ging es noch tiefer in das spielerische Programmieren mit dem micro:bit. „Das Tolle am micro:bit ist, dass man damit etwas programmiert, was man dann auch in die Hand nehmen kann. Das geht alles ganz einfach per Drag-and-Drop anstelle von händischem Coding und macht damit den Einstieg etwas einfacher“, berichtet Michael. 

 

Die Teilnehmerinnen waren fleißig mit dabei und hatten am Ende des Tages neben einer kleinen Website ihr eigenes kleines Spiel gebastelt. „Das war ein cooler Tag um zu sehen, dass eine Webseite zu bauen und Coding keine Magie sind!“ waren sich die Teilnehmerinnen einig.

UNSER FAZIT ZU EINEM BUNTEN TAG

Wir finden, dass der Boys' Day und der Girls' Day eine super Sache ist. Ganz davon abgesehen, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier den Blick über die Grenzen der Geschlechterklischees werfen können ist es auch eine tolle Möglichkeit, einen Tag lang unkompliziert einen Einblick ins Berufsleben zu werfen. Und natürlich ist es für uns immer großartig, wenn wir unsere Begeisterung für Digitales, Design und Entwicklung mit anderen Menschen teilen können.

 

Wir freuen uns, dass wir dabei nun schon im zweiten Jahr mitwirken dürfen und freuen uns auf die nächste Ausgabe 2020.

 

 

 

Mehr Infos zur Aktion:

www.boys-day.de

www.girls-day.de

 

Mehr Infos zum micro:bit

microbit.org

Und auch interessant für den spielerischen Einstieg ins Coding: der Calliope mini