Arbeiten bei UuM - Was die Zusammenarbeit mit der Innovationskraft eines Teams zu tun hat

von Anna Scheffold und Lara Ludwig

Unterschied & Macher | Begrüßung beim Meetup der Digital Media Women zum Thema New Work und Innovation

„Wir haben das Unternehmen gegründet, in dem wir selbst gerne arbeiten wollten.“ So beschreibt Benedikt, Mitgründer von Unterschied & Macher unsere Arbeitskultur in einem Satz. Wie arbeiten wir bei UuM denn genau zusammen? Was hat sich verändert in über sechs Jahren seit der Gründung? Und was wollen wir in Zukunft angehen?

 

Das hat die Gäste beim Meetup der Digital Media Women RheinMain brennend interessiert. Unter dem Titel „Warum New Work ein Wegbereiter für Innovation ist“ haben wir deshalb nicht nur unsere Agenturräume gezeigt, sondern auch einige Formate und Learnings aus dem Alltag bei den Machern geteilt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir sieben Formate in fünf Minuten Lesezeit hier zusammengefasst.

"Wir nennen es Arbeiten @UuM"

Unterschied & Macher | Meetup der Digital Media Women
Lara begrüßt die DMW beim Meetup zu New Work und Innovation

Bei uns steht das Team im Mittelpunkt. Und damit ist vor allem gemeint, dass wir uns danach richten, was wir als Team brauchen und was wir uns vornehmen.

 

Fragestellungen für uns sind also, ob Dinge uns positiv beeinflussen, ob sie sich gut anfühlen für das bunte Team und vor allem auch, ob sie uns helfen, Wert für unsere Kunden zu schaffen.

 

"Ob man das New Work nennen möchte, überlassen wir jedem selbst. Für uns ist es einfach zeitgemäßes Arbeiten als kreative Menschen in einer Welt, in der sich ständig alles verändert. Diese Art zu denken wenden wir schließlich auch in Projekten an, z.B. wenn wir mit Design Thinking Methoden neue Lösungen und Produkte für die Kunden unserer Kunden konzipieren oder bestehende verbessern." erzählt Lara direkt zum Auftakt des Meetups. 

Format 1: Bewerber-Schnuppern damit das Team zusammenpasst

Unser Team ist bunt und das ist gut so. Die Macherinnen und Macher kommen aus unterschiedlichen Nationen, Männer und Frauen verteilen sich nahezu gleichmäßig auf alle Disziplinen, es sind junge Teammitglieder dabei und andere, die schon viele berufliche Stationen durch haben. Und aus unserer Sicht besonders wichtig: alle haben irgendwie ihren eigenen Spleen. Für manche ist das die Liebe zu Outdoorsport oder die Begeisterung für Superheldenfilme, für andere die Schallplattensammlung oder das Herumbasteln an IoT-Anwendungen für den Heimgebrauch.

 

Unser Bewerbungsprozess zielt deshalb insbesondere darauf ab, die Menschen hinter dem Lebenslauf kennen zu lernen. In mehreren Runden treffen Bewerber also nicht nur die Team Leads sondern auch ihre potenziellen Kolleginnen und Kollegen. Für beide Seiten immer wieder aufregend! Das ist zwar zeitaufwändig, lohnt sich aus unserer Sicht aber absolut, damit beide Seiten die richtige Entscheidung treffen können.

Format 2: Flexible Arbeitszeitmodelle für unterschiedliche Lebenssituationen

In einer Agentur verläuft das Leben in Wellen. Mal ist viel zu tun, mal wenig. Wir achten dennoch darauf, dass sich jeder für sich einen Ausgleich schafft. Das bedeutet auch, dass es verschiedene Arbeitszeitmodelle gibt. Einige haben ihre Stundenzahl reduziert, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Andere möchten mehr Zeit für Hobbys und fühlen sich deshalb mit einer 4-Tage-Woche einfach wohler.

 

Und obwohl wir davor überzeugt sind, dass unser Büro der beste Ort ist, um miteinander zu arbeiten und sich zu vernetzen, ist es selbstverständlich, dass jeder auch mal im Homeoffice bleibt. Sei es, um in Ruhe zu arbeiten oder einfach weil die Anfahrt manchmal stressig ist.

Format 3: Selbsterschaffene Räume regen den kreativen Prozess an

Büro ist ein gutes Stichwort: bei uns ist ganz schön viel selbst gemacht. Unser Büro liegt an der Schnittstelle von Frankfurter Bahnhofsviertel und Gutleutviertel und das Gebäude, in dem wir arbeiten, war mal eine Fabrik. Die Vision für unsere die Räumlichkeiten war beim Einzug also, das digitale und die Werkstattatmosphäre zusammenzubringen.

 

Das bedeutet, dass wir unsere Meeting-Räume selbst gestalten, dass Zeichnungen an der Wand sind oder ein Bücherregal als hübscher und funktionaler Raumtrenner kurzerhand von unserem Kollegen Bernhard designed wird. Das ist ein positiver Teufelskreis: durchs kreative Machen in den Räumen werden die Menschen darin zu mehr Kreativität angeregt und schlagen Ideen und Lösungen vor, anstatt sich im Stillen über Dinge aufzuregen, die vielleicht nicht funktionieren.

Format 4: Unser Sitzplatzkonzept zwischen Hot Desk und festen Arbeitsplätzen

Und noch mehr an unserem Büro ist besonders. Auf den ersten Blick ist es ein normales open Space Büro. Auf den zweiten Blick haben wir aber einen Kompromiss für unsere Sitzplätze darin untergebracht. Die Hälfte der Plätze ist fest vergeben, die andere Hälfte sind „Hot Desks“. Denn manche wollen jeden Tag den gleichen Platz, andere wollen sich ständig umsetzen.

 

Zu Beginn war das Konzept vor allem ein Selbstversuch, den wir Mitte 2018 eher aus Platznot gestartet haben. Heute ist es für uns eine kleine Erfolgsgeschichte unserer Zusammenarbeit. Wie das genau funktioniert, haben wir in diesem Blogbeitrag beschrieben.

Format 5: Kommunikationsgeheimwaffe Kickern

Unterschied & Macher | Kickern für bessere Team-Kommunikation

Ja, natürlich haben wir einen Kickertisch. Dessen kommunikativer Wert ist aber nicht zu unterschätzen! Zwischendurch zusammenkommen und sich über Projekte hinweg besser kennenlernen geht hier in nur zwei Runden à sechs Tore. 

 

Auch beim Onboarding neuer Kollegen ist der Kickertisch fester Bestandteil. Ab und zu richten wir ein kleines Kickerturnier als Team-Event aus oder laden andere Agenturen, Startups oder Kunden zum Kicker-Match ein.

 

Wichtig auch hier: Wir nehmen Rücksicht auf die einzelnen Teammitglieder. Wer nicht Kickern will, muss nicht. Und die Küchentür hat eine extra starke Schallisolation, damit die arbeitenden Kollegen nicht gestört werden.

Format 6: Circles, Hackathons und xChange Off-sites

Rund 20 % unserer Arbeitszeit widmen wir bewusst unseren internen Themen. Eine besondere Relevanz haben hier die Circles, also unser Austauschformat über Disziplinen und Projekte hinweg. So fördern wir stetiges "Learning by Doing“ und Horizonterweiterung über Kundenprojekte hinweg.

 

Zum Beispiel hat der Frontend-Circle Anfang des Jahres einen Hackathon veranstaltet, über den wir in diesem Blogartikel berichten. Der User-Testing-Cirlce beschäftigt sich mit Usability-Testing, Fragebogen-Erstellung und Co. und hat beispielsweise eine Packliste für Usability-Tests erstellt, die hier zu finden ist. Der xChange-Circle organisiert unsere internen Off-Sites, bei denen wir uns gemeinsam damit beschäftigen, wie UuM sich weiterentwickelt und wie wir gemeinsam arbeiten möchten. Und der Party-as-a-Service kümmert sich um Events wie Sommerfest, Weihnachtsfeier und Mario-Kart-Turniere.

Format 7: One Slide statt langwierige Team Meetings

Frontbeschallung und nichtsagende Kurvendiagramme? Nicht bei uns! Ein mal die Woche heißt es: One Slide à drei Minuten pro Person! Unser Team Meeting dient als Ort des Austauschs. Jeder kann dazu eine Folie beisteuern. Darin geht es um aktuelle Projekte, anstehende Events oder einfach die Freude über eine private Sache.

Einzige Regel: man darf nicht länger als drei Minuten sprechen. Und wenn die Folien vorbei sind, ist das Meeting vorbei. Das kann dann 20 Minuten dauern oder maximal eine Stunde.

 

Auch das war ein Lernprozess in Stufen. Mit unserem alten Team Meeting-Format waren wir nicht mehr so glücklich. Bei unserem 2018 neu eingeführten One Slide-Format hatte der ein oder andere am Anfang Fragezeichen, was aus dem eigenen (Projekt-) Alltag denn spannend zu berichten wäre. Inzwischen ist es aber ein toller Wochenabschluss, in dem aus vielen Ecken wertvolle Beiträge und auch mal unterhaltsame Überraschungen kommen. Stichwort: wer bekommt zu einem Thema die meisten Gifs auf eine Folie?

Das einzige was sicher ist, ist dass sich alles verändert.

Als selbstorganisiertes Team zu arbeiten ist großartig und anstrengend zugleich. Man hat viele Freiheiten, es wird nie langweilig und es gibt Möglichkeiten zur Mitgestaltung von denen andere Teams träumen. Wir sind aber nach wie vor ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen. Wer „New Work“ also mit „Feel Good Team“ verwechselt, übersieht, dass wir Geld verdienen müssen um unsere Art des Arbeitens zu sichern. Auf diese Weise zusammen zu arbeiten heißt, dass jeder gefordert ist, sich einzubringen und über eigene Grenzen zu gehen.

 

Genau deshalb ist es für uns auch so wichtig, Menschen einzustellen, die dieses Mindset pflegen und sich wohl damit fühlen.

 

Wir hinterfragen immer wieder den Status Quo und überlegen uns, was wir besser machen können. Natürlich weil wir das wollen aber auch einfach, weil wir das müssen. Von vier auf 30 Mitarbeiter in sechs Jahren heißt, dass sich alles ständig verändert. Kommunikationsstrukturen müssen mit jeder neuen Person, die dazu kommt, neu eingeübt werden, manche Abläufe werden zu Prozessen. Jeder bringt neue Ideen und neues Wissen ein. Das muss man als gesamtes Team auf dem Schirm haben und damit umgehen können - nur so funktioniert diese offene Form des Arbeitens.

Was die Form der Zusammenarbeit mit Innovation zu tun hat

Dem ein oder anderen ist schon aufgefallen: in den Formaten geht es ums Ausprobieren und hinterfragen, um das Agieren unter Unsicherheit, um das Mitmachen und vor allem um die Frage, was die Menschen eigentlich brauchen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass genau diese Faktoren wichtig sind für die Innovationskraft eines Teams. Denn Fakt ist, dass sich alles stetig ändert. Die Fähigkeit, darauf nicht nur zu reagieren sondern aktiv Veränderungen mitzugestalten braucht Menschen, die das vorantrieben wollen und trainiert sind, um die Ecke zu denken. 

 

Wie wir miteinander arbeiten ist daher für uns auch der Schlüssel für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden. Denn in diesen Projekten geht es immer darum, Dinge neu zu denken, bestehende Muster zu hinterfragen und neue Potenziale zu erschließen. Das geht leichter, wenn man das ständige "neu denken" schon gewohnt ist. 

 

Wir freuen uns immer, wenn wir einen Einblick in unsere Arbeitsweise geben können und uns mit anderen Menschen dazu auszutauschen. An dieser Stelle bedanken wir uns deshalb einmal ein Danke an die Digital Media Women Rhein-Main, die uns ermutigt haben, einen Einblick in unsere Kultur und unseren Alltag zu geben. 


Mit den Machern arbeiten.

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